Geospatial Web

Beiträge vom November 2008

Neue Mapping APIs

19. November. 2008 · Kommentar schreiben

CloudMade, die vor Kurzem mit der Bereitstellung von OpenStreetMap-Daten in verschiedenen Formaten auf sich aufmerksam machten, haben zwei APIs veröffentlicht, die zur Implementierung von Anwendungen mit räumlichem Fokus verwendet werden können.

Beide APIs nutzen OpenStreetMap-Daten als Grundlage und befinden derzeit noch in einem geschlossenen Alpha-Status. Entwickler können sich dafür auf der Seite registrieren.

Die Web Maps Lite API ist für browser-basierte JavaScript-Anwendungen gedacht. Neben wichtigen Navigationsfunktionen werden verschiedene Möglichkeiten zur Erstellung von Markern und ein einfaches Event-Handling bereit gestellt. Die Web Maps Lite API kann derzeit noch nicht mit ausgereifteren APIs wie OpenLayers konkurrieren. Allerdings bleibt abzuwarten, was sich da in Zukunft noch entwickelt.

Die interessantere API ist dagegen die Mobile Maps API. Sie bietet Unterstützung bei der Entwicklung von Java ME-Anwendungen für mobile Geräte. Auch hier werden Funktionen für Navigation, Marker und Event-Handling bereit gestellt. Darüber hinaus gibt es auch Unterstützung für GPS und den Import von KML-Daten. Die Mobile Maps API ist auf jeden Fall einen genaueren Blick wert, da sie meines Wissens die erste API für Kartenanwendungen auf mobilen Geräten ist und bereits jetzt einige guten Funktionen parat hat.

[via Mapperz]

Kategorien: Software
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Ein WMS für OpenStreetMap

17. November. 2008 · Kommentar schreiben

Na endlich!

Die WhereGroup stellt OpenStreetMap-Daten als OGC-konformen Web Map Service bereit und ermöglicht damit erstmal eine relativ unkomplizierte Einbindung in eigene Projekte.

Das Ganze wird in drei Varianten angeboten. Ein Basic-Tarif ist kostenfrei, wird aber dafür nur zweimal im Jahr aktualisiert und eine Auswahl verschiedener Layer ist nicht möglich. Bei beiden Bezahltarifen wird täglich aktualisiert und man kann auch einzelnen Layer zur Darstellung auswählen.

Weitere Information gibt es bei der WhereGroup.

Kategorien: Daten · Standards
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Neue Auflage des Leitfadens „Geodienste im Internet“

11. November. 2008 · Kommentar schreiben

Die zweite Auflage des Leitfadens „Geodienste im Internet“ ist erschienen. Das Dokument trägt offiziell den Titel „Ein praktischer Leitfaden für den Aufbau und den Betrieb webbasierter Geodienste“ und wird von der Koordinierungsstelle GDI-DE des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie herausgegeben.

Er bietet einen recht umfassenden Einblick in Thematik Geodateninfrastrukturen. Neben einer Einführung in die Grundlagen von GIS, werden die Bedeutung von Standards für web-basierte Geoinformationssysteme erläutert, und ein Überblick zu aktuellen Standards gegeben. Der zweite Teil befasst sich dann mit dem Aufbau von Geodateninfrastrukturen. Erläutert werden dort verschiedene Konzepte der Datenhaltung sowie verschiedene Arten von „Geodiensten“ und deren Anwendungsmöglchkeiten. Abschließend wird ein kurzer Ausblick über mögliche zukünftige Entwicklungen gegeben.

Das Ganze ist in bestem Beamtendeutsch verfasst und die Grafiken sind zum Teil auch eher aus der Kategorie Lo-Fi, aber als Einführung bzw. Überblick zum Thema eignet sich der Leitfaden dennoch.

Das Dokument kann von der Webseite der der GDI-DE herunter geladen werden oder kostenlos als Printausgabe bestellt werden.

[via Sebastian Pache]

Kategorien: Papers & Co. · Standards
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Karten zur U.S. Präsidentschaftswahl

6. November. 2008 · Kommentar schreiben

Jason Kottke hat eine umfangreiche Sammlung von Karten zur Präsidentschaftswahl zusammen gestellt. Da alle das gleiche Thema haben, sind dort gute Beispiele dabei, was man aus Daten mit räumlichen Kontext heraus holen kann, oder eben auch nicht.

Auch seine Beobachtungen dazu sind interessant zu lesen:

1. No one strayed from the red and blue. The red/blue combo is overwhelmingly symbolic but there are plenty of other colors in the crayon box; I would like to have seen someone try something different.

2. In the 2000 and 2004 elections, the red/blue map was the focal point of the media coverage. People were fixated by it. This time around, it didn’t matter so much. The maps were interesting for 3-4 hours until the overwhelming nature of Obama’s victory became apparent and then, not so much. By this morning, the maps are already shrinking or disappearing from the home pages of the Times, CNN, and the like.

(Und ja, auch ich kann es natürlich nicht lassen, meinen Senf zu den Wahlen in den USA dazu zu geben.)

Kategorien: Links
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Das Geometriedatenmodell von GeoJSON

5. November. 2008 · Kommentar schreiben

GeoJSON ist ein Datenformat zur Beschreibung geographischer Daten. Es ist eine Erweiterung der JavaScript Object Notation (kurz: JSON). Ähnlich XML handelt es sich um ein strukturiertes Datenformat, das ebenso einfach lesbar ist, aber wesentlich schlanker daher kommt.

Wie in allen vektorbasierten Datenmodellen ist die Grundeinheit ein so genanntes Feature, d.h. ein Objekt der realen Welt, das durch seine räumliche Verortung, seine Geometrie, und seine Eigenschaften oder Attribute beschrieben werden kann. Features, die der gleichen Art angehören, z.B. alle Straßen oder alle Eisenbahnlinien, können in einer so genannten FeatureCollection zusammen gefasst werden. Somit ist es mit GeoJSON möglich, mehrere Featuregruppen in einem Dokument abzubilden.

UML-Diagram des Geometriedatenmodells von GeoJSON.

UML-Diagram des Geometriedatenmodells von GeoJSON.

GeoJSON orientiert sich an allgemein gültigen Prinzipien der geometrischen Beschreibung von Geodaten. Demnach können alle Objekte der realen Welt mit Hilfe von drei grundlegenden Geometrietypen abgebildet werden: Punkt, Linien und Fläche. Die kleinste Einheit ist dabei ein Punkt, der durch die Koordinaten in einem Bezugssystem beschrieben wird. Alle weiteren Geometrietypen bauen auf Punkten auf. Linien werden durch eine Folge von Punkten beschrieben. Flächen werden wiederum durch eine oder mehrere Linien beschrieben.

Die Position eines Punktes, oder Point, wird in GeoJSON durch ein Array aus zwei numerischen Werten beschrieben, die Rechts- und Hochwert abbilden.

Zur Beschreibung von Linien und Flächen werden in GeoJSON Array-Konstrukte verwendet. Eine Linie, in GeoJSON genannt LineString, wird durch ein Array aus Punkten dargestellt, die die einzelnen Knoten einer Linie darstellen. Eine Besonderheit ist dabei eine geschlossene Linie, ein so genannter LinearRing, bei der der Anfangs- und Endpunkt identisch sind.

Das LinearRing-Konstrukt wiederum wird zur Beschreibung von Polygonen, also Flächen, heran gezogen. Ein Polygon wird durch ein Array aus einem oder mehrerer LinearRings beschrieben. Ein LinearRing definiert dabei die Außengrenze eines Polygons. Durch weitere LinearRings können dann auch Inselflächen innerhalb eines Polygons geometrisch beschrieben werden.

Weiterhin können Features aus mehrere Geometrieobjekten bestehen. Es gibt daher MultiPoint-, MultiLineString- und MultiPolygon-Objekte, die mit einem Array aus Einzelobjekten des jeweiligen Typs dargestellt werden. Ein Anwendungsbeispiel wäre ein Gebäudekomplex, der aus mehreren einzelnen Häusern besteht, aber als ein Feature verwaltet wird.

Ein Sonderfall ist außerdem die GeometryCollection. In ihr können verschiedene Geometrietypen in einer Geometrie zusammen gefasst werden. Es handelt sich hierbei also um ein Array aus verschiedenen Geometrieobjekten.

Kategorien: Daten · Standards
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receiver magazine: Space is the place!

3. November. 2008 · Kommentar schreiben

In der aktuellen Ausgabe von Vodaphones receiver magazine dreht sich alles um Geodaten und Karten im Kontext mobiler Geräte.

Aus meiner Sicht sind bis dato sind drei Artikel besonders erwähnens- und lesenswert.

Jonathan Raper: A digital geography manifesto

Anhand von zehn Punkten werden aktuelle Herausforderungen für die Entwicklung von Location Based Services aufgezeigt.

Sean Gorman: Creating maps for everyone and network effects for the data driving them

Sean Gorman fasst die Geschichte Internet-basierter Karten zusammen. Von ersten Mash-ups mit Google Maps ausgehend, zeigt er welche Möglichkeiten durch das Aufkommen von Nutzergenerierten Inhalten entstehen, welche Effekte der Einsatz mobiler Geräte und Nutzernetzwerke auf die Erhebung und Nutzung von Geodaten haben.

Andrew Grill: Location has been a long time coming – is it now ready for prime time?

Basierend auf verschiedenen Möglichkeiten zur Bestimmung der Position eines Benutzer wird an einem Beispiel aufgezeigt, wie diese Information für Location Based Services verwendet werden kann.

Weitere Beiträge zum Thema erscheinen in den kommenden Wochen.

[Der Hinweis kam von Sascha.]

Kategorien: Papers & Co.

Links (02. November 2008)

2. November. 2008 · Kommentar schreiben

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