Geospatial Web

Beiträge vom Oktober 2008

Geoserver 1.7.0

27. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

Das Geoserver-Team hat die Veröffentlichung von Geoserver 1.7.0 angekündigt.

Zu den Neuheiten gehören:

  • Zugriffskontrolle für einzelne Featuretypes bzw. Layer
  • verbesserte Performance beim Zugriff auf Featuredaten
  • Unterstüzung für weitere Rastendatenformate (ECW, MrSID, JPEG 2000)
  • Unterstüzung von SLD Rastersymbolizer zur Visualisierung von Rasterdaten
  • Veränderungen im internen Featuremodell, das die Darstellung komplexer Beziehungen zwischen Features erlaubt und somit der Unterstützung von Community Schemas näher kommt

Die neue Version kann hier herunter geladen werden.

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Zu Ron Lakes Kritik an aktuellen WMS-Implementierungen

25. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

In dem Beitrag WMS, WFS, and Community Schemas hat sich Ron Lake zu den Interoperabiltätsproblemen derzeitiger Implementierungen der Web Map Service oder Web Feature Service Spezifikation geäßert. Er kritisiert darin, dass nachwievor Schwächen bei der Unterstützung so genannter Community Schemas bestehen. Insbesondere die fehlenden Möglichkeiten zur Abbildung von verschiedenen Datenbankschemas auf ein gemeinsames Community Schema sieht er als großes Problem, das die Datenintegration in einer Geodateninfrastruktur behindert.

Auch die weite Verbreitung so genannter Integrated WMS Architekturen, also Architekturen bei denen Map Service und Datenquelle fest gekoppelt sind, führt er auf dieses Problem zurück. Er fordert daher die Entkopplung von Map Services und den zu visualisierenden Daten, was als Component WMS bekannt ist. Demnach wird im GetMap-Request die URL einer Datenquelle mittels REMOTE übergeben. Der WMS fordert die Daten dann von einem WFS oder WCS durch einen GetFeature oder GetCoverage-Requests an. Ein WMS kann dann also Daten von verschiedenen Datenservices integriert darstellen.

Die Kritik Lakes in Bezug auf die fehlende Unterstützung für Community Schemas ist verständlich, da eine Integration von Daten, die zwar der gleichen thematischen Bereich angehören, allerdings von verschiedenen Anbietern bereit gestellt werden, so nicht möglich ist. Allerdings wird die Component WMS Architektur auch heute schon von verschiedenen Implementierungen (z.B. GeoServer oder MapServer) unterstützt — zumindest für die Visualisierung von Daten eines Web Feature Service. Prinzipiell ist die integrierte Visualisierung von Daten also möglich. Nur die Datenintegration in einem Layer könnte aufgrund unterschiedlicher Datenmodelle problematisch sein. Es handelt sich also hierbei nicht um eine Problem, das auf die Architektur zurück zu führen ist, sondern lediglich auf die fehlende Unterstützung von Community Schemas.

Laut Lake würde eine Component WMS Architektur auch das Problem umgehen, dass keine Möglichkeiten zur Steuerung der Visualisierung von Geodaten bestehen, weil das zu Grunde liegende Datenschema nicht einsehbar ist. Das gilt aber nur dann, wenn der WMS nicht zusätzlich Teile eines WFS-Interfaces bereit stellt. Bei vielen Produkten, z.B. Geoserver oder MapServer, werden neben der WFS-Spezifikation auch WFS oder WCS unterstützt. In dem Fall is es möglich, mit dem DescribeLayer-Request des WMS-Infaces die Basis-URL des zugehörigen WFS zu ermitteln und dann den DescribeFeatureType-Request des WFS-Interfaces zu nutzen, um eine Beschreibung der zu Grunde liegende Datenstruktur zu bekommen. Mit Styled Layer Descriptor kann dann auf dieser Basis vom Client aus die Visualisierung der Daten durch den WMS beeinflusst werden.

Die Implementierung eines WMS als Component Architektur ist nicht immer sinnvoll ist. Denn ein Component WMS, der offen zur Verfügung steht, kann natürlich auch von jedem zur Visualisierung von Daten genutzt werden. Das kann zu erheblichen Traffic und zu erhöhten Kosten für den jeweiligen Anbieter führen. Ob das dann im Sinne des Anbieters ist, ist fraglich. Es müsste also Möglichkeiten geben, die Nutzung solcher Anwendungen nur für bestimmte Nutzer zu erlauben und vielleicht sogar eine Auswahl nutzbarer Datenservices zu definieren.

Lakes Kritikpunkte sind also teilweise nachzuvollziehen, geht aber zum Teil auch einen Schritt zu weit. Denn Coupled WMS Architekturen sind einerseits schon möglich, sind aber andererseits nicht zwangsläufig die perfekte Lösung für jeden Anwendungsfall.

Kategorien: Meinungen · Software
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OGR2Layers: OpenLayers-Karten mit QuantumGIS erstellen

21. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

OGR2Layers ist ein Plugin für Quantum GIS, mit dem man Web-basierte Karten erstellen kann. Als Ergebnis bekommt der Benutzer den HTML-Code für einen OpenLayers-Client, der dann relativ einfach in eine bestehen Webseite eingefügt werden kann.

Das Plugin erlaubt außerdem die Konfiguration von WMS-Basislayern und das Anlegen von Funktionen zur Kartennavigation.

[via Slashgeo]

Kategorien: Software
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Neues Buch: Desktop GIS: Mapping the Planet with Open Source Tools

20. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

Desktop GIS: Mapping the Planet with Open Source Tools von Gary E. Sherman ist ein 368 Seiten starkes Buch, dass sich ausführlich dem Thema Open-Source Desktop GIS widmet.

Dem Inhalt nach zu urteilen gibt das Buch einen umfassenden Einblick in das Thema. Neben diversen grundlegenden Kapiteln, wie dem Arbeiten mit verschiedenen Datentypen oder Datenerstellung bzw. -aufbereitung, gibt es eine Übersicht zu derzeit verfügbaren Open-Source GIS Anwendungen und ein Kapitel zur Implementierung von Erweiterungen mit Python.

Das Buch erscheint bei Pragmatic Programmers und soll am 31. Oktober 2008 auf dem Markt kommen. Auf der zugehörigen Webseite kann man schon einmal einen Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen und außerdem zwei Kapitel Probe lesen.

Kategorien: Papers & Co.
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uDig 1.1.0

16. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

Das User-friendly Desktop Internet GIS (uDig) liegt in einer neuen Version zum Download vor.

Zu den neuen Features in Version 1.1.0 gehören:

  • Enhance editing, including a complete framework to support the creation of new tools
  • Enhanced thematic styling; thanks to the ColorBrewer project for making some amazing palettes
  • Table View supporting the use of Common Query Language
  • A reshape operator that using CQL expressions to process features in an ad-hoc manner
  • Creation of new feature types for PostGIS and shapefile
  • Introduction of a Tasks based workflow, making use of data validation
  • Mac OS/X support

Kategorien: Software
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Geotools 2.5.0

9. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

Ein neue Version vom Java GIS Toolkit Geotools steht bei SourceForge zum Download bereit.

Die Neuerungen der Version 2.5.0 werden in der zugehörigen Readme wie folgt beschrieben:

[...] The new feature model is based on formal GeoAPI
interfaces and will allow the library to evolve into
supporting complex data structures.

GeoTools 2.5 also targets graduation as an OSGeo (The Open
Source Geospatial Foundation) project, and includes
usability and performance improvements, preview version for
the new Swing Widgets, and online and downloadable User
Guide, an ISO 19107 Geometry implementation available as a
supported module, new GPX DataStore, a much more robust
ArcSDE DataStore, and JAXB Bindings for xml marshaling of
GeoAPI ISO-19115 metadata structures.

Kategorien: Software
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Links (09.10.2008)

9. Oktober. 2008 · 1 Kommentar

Kategorien: Links
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Geode: Mozillas Implementierung der W3C Geolocation Spezifikation

8. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

Geode ist eine Firefox-Extension, die die W3C Geolocation API implementiert und es Webseiten ermöglicht, die aktuelle Position des aufrufenden Benutzers zu bestimmen Darauf aufbauend können die Inhalte entsprechend angepasst werden. In den kommenden Versionen von Firefox wird diese Funktionalität standardmäßig unterstützt werden.

Die Anwendungsszenarien gehen über die üblichen Beispiele von Location Based Services (LBS), wie z.B. ein Restaurant in der Nähe finden, hinaus:

For example, imagine an RSS reader that knows the difference between home and work and automatically changes it’s behavior appropriately. Or a news site whose local section is, in fact, actually local. Or Web site authentication that only allows you to login from certain physical locations, like your house.

Die Privatssphäre wird durch verschiedene Stufen der Informationsfreigabe gewahrt. Der Nutzer kann bestimmem, ob seine exakte Position, die Nachbarschaft oder Stadt, in der er sich momentan befindet, oder ob gar keine Information an den Serviceprovider übermittelt werden soll.

Die Positionsbestimmung hat in manchen Situationen noch Schwächen. Während die Bestimmung meiner exakten Position mit der Beispielanwendung Food Finder sehr gut funktionierte, war die Bestimmung der Stadt, in der ich mich gerade aufhalte eher wenig zufrieden stellend. Da wurde ich ein ganzes Stück außerhalb von Jena platziert.

Trotzdem eine gute Sache, denn bei einer immer größer werdenden Menge von Informationen wird der lokale Kontext eine entscheidende Rolle für die Qualität von Suchergebnissen spielen.

Kategorien: Meinungen · Software
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OpenStreetMap und Standards

7. Oktober. 2008 · Kommentar schreiben

OpenStreetMap erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Weltkarte, die nach dem Wiki-Prinzip verwaltet wird, bietet nicht nur freies Kartenmaterial an, sondern zählt aufgrund seiner zahlreichen Mitwirkenden auch zu den aktuellsten derzeit verfügbaren Datensätzen.

Doch die Nutzung dieser Daten in anderen Anwendungen gestaltet sich unter Umständen als schwierig, da die Daten nur in ungewöhnlichen Formaten exportierbar sind und deshalb nicht einfach in andere Anwendungen integrierbar sind.

Um OSM-Daten in beispielsweise einem Desktop-GIS weiterverwenden zu können, müssen die Daten momenten zunächst aus dem proprietären OSM-Format in standardkonforme beziehungsweise deFacto-Standardkonforme Formate (z.B. GML oder Shapefiles) umgewandelt werden. Statt sie z.B. mit XSLT zu transformieren, könnte man die Daten auch unmittelbar verwenden, wenn diese über einen Web Feature Service (WFS) bereit gestellt würden und im GML-Format ohne Umwege in ein GIS importiert werden könnten.

Ebenso können OSM-Karten nicht einfach in einem browser-basierten Client, wie OpenLayers, dargestellt werden. Prinzipiell ist das zwar möglich, indem man eine zusätzliche JavaScript-Bibliothek verwendet. Es ginge aber auch einfacher, wenn man die Daten über einen Web Map Service (WMS)- oder Web Feature Service (WFS) integrieren könnte. Darüber hinaus bestünde dann sogar die Möglichkeit, die Visualisierung an eigene Anforderungen anzupassen, indem man mittels Styled Layer Descriptor (SLD) Visualisierungsregeln an einen Map Service übermittelt.

Natürlich sind die hier aufgeführten Beispiele keine essenziellen Einschränkungen für die Funktion von OpenStreetMap. Aber die Bereitstellung von OSM-Daten über OGC-konforme Webservices würde nicht nur die Art und Weise der Datennutzung vereinfachen, sondern auch deren Reichweite erheblich erhöhen.

Projekte wie der OpenLS Route Service zeigen eindrucksvoll, welche Möglichkeiten für Daten- und Serviceintegration durch den konsequenten Einsatz von Standards entstehen.

Und gerade weil OpenStreetMap ein Paradebeispiel für die Übertragung des Open Source-Gedankens auf die Welt geographischer Daten ist, und somit insbesondere für Offenheit steht, könnte das Projekt auch dazu dienen, für die Vorteile der Nutzung von Standards zu werben.

Kategorien: Daten · Meinungen · Standards
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OpenLayers 2.7

6. Oktober. 2008 · 2 Kommentare

Es gibt zwar noch keine offizielle Nachricht im OpenLayers Blog, aber es sieht so aus, als sei die Version 2.7 von OpenLayers heute erschienen.

Zu den wesentlichen Neuerungen gehören neben einer Reihe von Bugfixes:

  • Vector-Behavior: Strategies, Protocols, Filters
  • Improved Vector rendering for better performance
  • Canvas rendering class
  • Z-Ordering and Y-Ordering for Vector layers
  • New Basic Measurement Control
  • New OpenLayers.Request interface for AJAX
  • Smarter Popup

Auch neu und für Entwickler interessant ist das UML-Diagramm, das die Klassen der OpenLayers API und deren Beziehungen untereinander beschreibt.

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